Systemfrage

Ich fotografiere seit Jahrzehnten mit Canon-Kameras
Angefangen habe ich mit der Fotografie in tiefster DDR-Zeit, mit einer Praktica MTL 5B und einer 50er Linse dazu. Das war wohl 1983. Schnell kam etwas "Neueres", Jahre später, die Praktica BX 20. Beide Kameras hatten ihre Macken und das Fotografieren im Sport, womit ich begann, hatte Tücken. Jahre zog ich den Gymnastinnen auf Meisterschaften hinterher, eine wunderschöne Sportart, schwierig zu fotografieren. Manuell scharf zu stellen brauchte Lernzeit und Geduld...ruhige Arme und Hände.

Glücklich bin ich mit der DDR-Fototechnik nie geworden, die BX 20 hatte ich zweimal in der Werkstatt, die MTL 5B wollte nach drei Jahren gar nicht mehr. Dann kam die Wende...

Was mich bewog, eine Canon EOS 1000 zu kaufen, weiß ich nicht, wahrscheinlich war sie damals günstig zu haben. Somit kam ich im Canon-Lager an, und bin's bis heute geblieben. Beruflich fotografierte ich in analogen Zeiten mit einer Canon EOS 600, später dann, kurz bevor die ersten Digitalkameras kamen, mit einer EOS 1, ein Bolide, ein Schlachtroß...

Canon überzeugt mich derweil vom Konzept der Bedienung, alles liegt an der richtigen Stelle. Und Canon brachte genau jene Neuerungen in die Hand, wie sie vom Fotografen gebraucht werden, man denke an die USM-Motoren in den Objektiven oder der idealen Griffgestaltung bei den Profimodellen.

Im digitalen Zeitalter musste viel Geld am Anfang locker gemacht werden, um an eine begehrte Digitalkamera zu kommen. Zum Brötchenverdienst aber musste man das Geld legen, ohne Rücksicht auf die Polster, die ich nie hatte. Freilich, und das war eine glückliche Fügung, hat Canon den Umstieg leichter gestalten können, da ja alles an USM-Objektiven an den Kameras verwendbar geblieben ist.

Was mich überzeugt, sind die Objektive aus dem Hause Canon. Heute gibt es erstklassige Linsen, die kaum ein anderer Hersteller übertreffen kann. Klar, mag einer sagen, man ist vom eigenen Stall überzeugt. Darf man, nachdem ich auch mal mit Nikon-Modellen fotografierte. Auch dort gibt es klasse Linsen, die Kameras überzeugten mich nicht. Über die Modelle Canon EOS 30D, Canon EOS 10D, Canon EOS 20D und einer EOS 1D (erste Profikamera, gebraucht) ist mir die EOS 10D als eine semiprofessionelle Kamera mit "hartem" Kern und genialer Abbildungsleistung wirklich ans Herz gewachsen. Auch wenn "nur" 6 Millionen Bildpunkte werkeln, sind ihre Bilder von beinaher "analoger" Anmutung, man möge sich mal 100% Ansichten auf dem Schirm anderer Modelle betrachten, wo dies als Merkmal aller "gehobenen" Modelle, immer ein Schwachpunk bleibt.

Die Dateien der EOS 10D sind sehr sauber, womit ich sie ohne Weiteres "Verdoppeln" kann, also die Druckausgabe von DIN A4 auf DIN A3 heben, ohne einen wirklichen Qualitätsverlust zu erleiden. Meist reicht diese Auflösung, um im Tagesgeschäft bestehen zu können.

Leider wird heute mehr und mehr seitens der Agenturen 20+ erwartet und meist jetzt auch Vollformat. Ein logischer Schritt. Somit verschwinden immer mehr Amateurfotografen als Bildquellen großer Bilddatenbanken. Aber... Die Pixelmillionen versprechen oft zuviel und sind, einfach gesagt, Verkaufsargumente. Wer im Tagesgeschäft steht, wird schnell merken, dass der Umgang mit Riesendateien immer mehr zum Problem wird, weil auch die Bildausgabe nicht weiter wachsen kann, ergo: Printer können diese Auflösungungen gar nicht zu Papier bringen.

Als Schlußsatz ist zu sagen, dass Canon für mich ein idealer Partner für's Fotografenleben geworden ist und auch bleiben wird.